Lerne EFT und entfalte dich ohne Stress

Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt. (A. Huxley)

EFT Klopfakupressur

EFT (Emotional Freedom Techniques) - vielfach auch Tapping oder Klopfakupressur genannt -  ist eine einfache Selbsthilfemethode aus dem Bereich der Energiepsychologie, die eine Auflösung von Störungen im menschlichen Energiefluss bewirkt.  Sie ist eine Weiterentwicklung der Erkenntnisse des klinischen Psychologen Roger J. Callahan (TFT, 1970er und 1980er Jahre).

Störungen in unserem Energiefluss nehmen wir als Stress wahr. Durch Konzentration auf die Störung  - das kann ein Schmerz, eine belastende Emotion wie Angst oder Trauer, ein behindernder Gedanke oder ein belastendes Erlebnis sein - und gleichzeitiger Stimulierung von Akupunkturpunkten kann sich die Störung auflösen. Diese Kombination aus Gespräch und Klopfakupressur wirkt sehr sanft, entspannt schnell Gedanken und Gefühle, aktiviert das körpereigene Energiesystem und unterstützt dich dabei, dein volles persönliches Potenzial zu nutzen. Du kannst EFT immer und überall ohne Hilfsmittel anwenden – im Sinne einer psychologischen Apotheke.

EFT ersetzt keine ärztliche Behandlung, kann sich jedoch sehr unterstützend auf den Heilungsprozess auswirken.


Wie funktioniert EFT

Damit EFT helfen dir kann, musst du zuerst genau bestimmen, an welchem Thema du jetzt arbeiten willst. Denn du kannst nicht alle Probleme auf einmal behandeln. Was aber nicht sonderlich tragisch ist, denn mit EFT lassen sich einzelne Stressbelastungen sehr rasch auflösen, manchmal brauchst du nur wenige Minuten dafür. Und dann kannst du gleich zum nächsten Thema übergehen. So kann die Entscheidung, mit einem Thema zu beginnen und ein anderes auf die Warteliste zu schieben, leichter fallen. Bei EFT ist es nicht so wie in einer Gesprächstherapie, bei der es ausgesprochen ratsam ist, sich genau zu überlegen, an welchem Thema man zuerst arbeiten möchte. Bei EFT geht alles viel schneller und du brauchst dir die Entscheidung nicht so schwer zu machen.

Beginne einfach mit dem Thema, das gerade zuvorderst ansteht bzw. dich gerade jetzt am meisten belastet. Manchmal kristallisiert sich auch erst in den nachfolgenden EFT-Behandlungsrunden heraus, um welches Thema es im „Kern“ wirklich geht!

Dabei ist es hilfreich, so spezifisch wie möglich zu sein. Das heisst, je konkreter du dein Thema formulieren kannst, um so besser spürst du die Wirkungsweise von EFT.


Die Belastung bestimmen

Schätze dann auf einer Skala von 0 bis 10 ein, wie stark dich das Problem belastet. Stelle beim Einschätzen der Belastung immer sicher, dass du vom Hier und Jetzt ausgehst. Frage dich dabei: „Wie stark belastet oder schmerzt mich dieses Problem, jetzt in diesem Moment“?

Es ist nicht wichtig, wie die Belastung früher einmal war. Mit EFT arbeiten wir an dem, was jetzt im Moment da ist.

 



 

EFT-Klopfpunkte 

In diesem Video zeige ich dir die Punkte am Körper, die wir während einer Klopfsequenz stimulieren. Sie liegen auf Energiebahnen, den sogenannten Meridianen. Über die Stimulation diesesr Punkte mit sanftem Klopfen sendest du beruhigende Impulse an dein Nervensystem und Gehirn.

  • Klopfe mit 2 oder 3 Fingern, dann musst du dir keine Gedanken machen, ob du den Punkt nun ganz genau triffst. Durch das „großflächige“ Stimulieren wird der Punkt automatisch angesprochen.
  • Klopfe so stark, dass du die Stimulation gut spüren kannst, ohne dass es weh tut! (Falls es weh tut, halte den Punkt.)
  • Klopfe jeden Punkt mindestens 5-7-mal. bzw solange, bis du den Erinnerungssatz gesagt hast.


Der Klopfablauf

1) Der Einstimmungssatz 

Zu Beginn klopfst du mit einer Hand an der Handkante der anderen Hand. Dabei wiederholst du 3 Mal einen sogenannten Setup-Satz:

Auch wenn ich …… (das Problem) habe, liebe und akzeptiere ich mich genauso wie ich bin.“

oder

„Auch wenn ich …. (das Problem) habe, bin ich vollkommen ok genauso wie ich bin.“

Die Formulierung besteht aus deinem Problem-Aspekt und einer Formulierung für deine Akzeptanz. Der Satz mag komisch klingen. Er bewirkt eine Öffnung deines Energiesystems für die nachfolgende Klopfsequenz. Weil du anerkennst, dass du das bestimmte Problem hast und dir dabei gleichzeitig sagst, dass du dich trotz allem liebst und achtest. Damit wird ein vielleicht vorhandener unbewusster innerer Widerstand gegen die Problemlösung deaktiviert.

2) Die Klopfsequenz

Klopfe nun an den Punkten auf dem Kopf und am Körper in der Reihenfolge der Nummerierung (siehe Bild). Klopfe jeweils mit zwei oder drei Fingern einer Hand oder auch mit der flachen Hand (Punkte 7 und 8). Bei Punkten, die rechts und links am Körper vorhanden sind, spielt es keine Rolle, an welchem der beiden Punkte du jeweils klopfst. Du kannst auch zwischendurch die Klopfhand bzw. die Seite wechseln. Wiederhole bei jedem der Punkte den Erinnerungssatz „Mein….. (Problem)“. Damit behältst du den Fokus auf deinem Thema.


Warum funktioniert EFT?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Wirkungsweise von EFT zu erklären. Meine Lieblingserklärung hat mit dem Schwanken (Oszillieren) zwischen Angenehm und Unangenehm zu tun.

Angenehm ist das leichte Stimulieren der Klopfpunkte, die alle auf Energiebahnen (= Meridianen) liegen. Es sendet beruhigende Impulse über die Nervenbahnen an unser Gehirn, genauer an die Amygdala. Die Amygdala liegt im ältesten Teil unseres Gehirn und ist darauf getrimmt, Gefahren zu erkennen. Unangenehm ist der Fokus auf das Problem, d.h. auf Schmerz, unangenehme Gefühle oder belastende Erinnerungen. Dieser Fokus stellt gewissermassen eine Gefdahr dar. (Darum neigen wir dazu, belastende Gefühle oder auch Schmerzen möglichst nicht wahrzunehmen.)

Indem wir beim Klopfen gleichzeitig beruhigende Impulse über das Nervensystem an die Amygdala senden und uns auf das Problem fokussieren, „lernt“ unser Gehirn quasi, dass diese Gefühle, Gedanken und Empfindungen gar nicht so schlimm sind. Der Amygdala, als unserem Aufpasser, wird Gefahrenfreiheit signalisiert. Das funktioniert, weil die Stimulation über das Nervensystem früher im Gehirn ankommt als der Reiz durch den gedanklichen Fokus auf das Problem.

Indem wir also ständig zwischen angenehmen und beruhigendem Reiz und Problemfokus hin und herschwanken, wird im Laufe des Klopfens der Stress des Problems als immer geringer empfunden. Bis er schliesslich gar nicht mehr wahrnehmbar ist, weil keine Belastungsreaktion des Körpers mehr erfolgt. Das kann teilweise sehr schnell gehen (z.B. eine Klopfrunde), manchmal braucht es einige weitere Runden, bis der Stress spürbar nachlässt und ganz verschwindet. Das Gehirn hat nun gelernt, dass das Problem keine Gefahr mehr darstellt. Das neutrale Gefühl im Zusammenhang mit dem Problem ist nun die neue Normalität.

Funktionsweise EFT









Hinweis:

EFT, so wie ich es praktiziere und in meinen Kursen vermittle, basiert auf den gültigen Ausbildungs- und Qualitätskriterien des grössten Europäischen Fachverbandes für EFT und Energiepsychologie AAMET International (www.aametinternational.org). Sowie auf meiner persönlichen Haltung Sichtweise und Verständnis von EFT, so wie ich es während meiner Ausbildung und den Weiterbildungen erworben und entwickelt habe.

Ich vermittle nicht Gary Craig’s «Official EFT» und dessen Anwendungsverständnis.